Hier finden Sie alle Informationen zur Konstruktion und Validierung des COPE 6. Bei weiteren Fragen und Anregungen zum COPE 6 können Sie sich gerne an uns wenden.
Grundlage für die Validierung des COPE 6 war eine Stichprobe von 961 pflegenden An-/Zugehörigen. Die Teilnehmenden waren durchschnittlich 62,10 Jahre alt. 75,7 % der Teilnehmenden waren Frauen. Die Stichprobe wies durchschnittlich eine hohe objektive Pflegebelastung von 8,85 Stunden Pflege pro Tag auf.
Konstruktion der Items
Der COPE 6 wurde im Jahr 2026 von Lauer und Kolleginnen/Kollegen entwickelt und validiert. Das Ziel bestand darin, einen Fragebogen zu entwickeln, der möglichst ökonomisch und valide Coping-Strategien zu erfassen. Die Entwicklung der Skala fand mithilfe eines theoriebasierten und deduktiven Ansatz statt, der von Experten aus dem psychologischen und medizinischen Kontext durchgeführt wurde.
Finale Items des COPE 6
Die finale Version des COPE 6 umfasst folgende Items:
- Ich habe mich darauf konzentriert, etwas an meiner Situation zu verändern.
- Ich habe Alkohol oder andere Mittel zu mir genommen, um mich besser zu fühlen.
- Ich habe Aufmunterung von anderen erhalten.
- Ich habe es aufgegeben, mich damit zu beschäftigen.
- Jemand hat mich getröstet und mir Verständnis entgegengebracht.
- Ich habe versucht, von anderen Menschen Rat oder Hilfe einzuholen.
Die Skala kann hier heruntergeladen werden.
Item-Analyse, Reliabilität und Validität des COPE 6
Item-Analyse: Die Item-Schwierigkeit der Subskala „Funktionale Coping-Strategien“ belief sich auf Werte zwischen .46 und .52. Die Items dieser Subskala wiesen eine hohe diskriminatorische Power auf. Die Item-Schwierigkeit der Subskala „Dysfunktionale Coping-Strategien“ belief sich auf Werte zwischen .12 und .35. Die diskriminatorische Power konnte hier nicht festgestellt werden.
Reliabilität: Cronbach´s alpha der Subskala „Funktionale Coping-Strategien“ lag bei .71. Die Split-Half-Reliabilität der Subskala „Dysfunktionale Coping-Strategien“ lag bei einem Spearman-Brown Koeffizient von .16.
Validität: Die Validität des Fragebogens wurde mithilfe von 5 Hypothesen überprüft und bestätigt. Die genauen Hypothesen können in der Validierungsstudie von Lauer und Kolleginnen/Kollegen (2026) nachgelesen werde.
Literatur
Lauer, N., Graessel, E., Hinkl, P., Rohleder, N., & Pendergrass, A. (2026). Coping strategies in challenging situations among informal caregivers: validation of the newly developed six-item German short version of the Brief COPE Inventory (COPE 6). BMC psychology.
Wenn Sie den COPE 6 in anderen Kontexten oder Sprachen validieren möchten, kontaktieren Sie uns gerne hier. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrem Projekt!